Das Hunde-Katzen-ABC von ANiFiT: 26 Facts rund um unsere Haustiere

22. Juni 2020 von Andrea Meyer

Viel Vergnügen mit unserem ANiFiT-Hunde-Katzen-ABC mit Wichtigem, Aussergewöhnlichem und Komischem über unsere Vierbeiner von A bis Z.

A wie Analdrüse

Die Analdrüsen – fast jeder hat schon davon gehört, doch was sind sie eigentlich? Hunde und Katzen besitzen am After links und rechts jeweils eine davon. Eigentlich handelt es sich mehr um zwei Analbeutel, in die zahlreiche kleine Drüsen ihr Sekret abgeben. Bei jedem Kotabsatz wird ein bisschen von diesem Sekret dem Kot beigemischt und verleiht ihm eine individuelle Duftnote. Manchmal können diese Beutel auch verstopfen oder sich gar entzünden. Dann muss ein Tierarzt durch Ausdrücken Abhilfe schaffen. Entzündungen und Abszesse sind sehr schmerzhaft, darum ist es ratsam, schon bei den ersten Anzeichen – wenn Hunde «Schlitten fahren», also auf dem Po herumrutschen – einen Tierarzt aufzusuchen. Das Analbeutelsekret hat einen fischigen, ranzigen Geruch. Manchmal können sich die Beutel, vor allem bei Katzen, unter heftigem Stress auch spontan entleeren.

B wie Blutgruppe

Auch Tiere besitzen wie wir Menschen unterschiedliche Blutgruppen. Bei Hunden sind dies 8, bei der Katze 3. Beim Hund spricht man von DEA-Gruppen (Dog Erythrocyte Antigen). Die Vererbung ist komplex und die Häufigkeit der verschiedenen Blutgruppen geografisch und rassespezifisch unterschiedlich. Da selten natürliche Antigene gegen eine andere Blutgruppe vorkommen, spielt die jeweilige Blutgruppe erst bei einer 2. Bluttransfusion eine Rolle (Sensibilisierung und Antikörperbildung).

Etwas anders verhält es sich bei Katzen. Da gibt es die Gruppen A, B, AB (hat keinen Zusammenhang mit dem AB0-System des Menschen!). Der Blutgruppentyp ist rassespezifisch und auch geografisch unterschiedlich. Beispielsweise sind Siamkatzen zu 100 % Typ A, Britisch Kurzhaar hingegen zu je 50 % Typ A oder B. In der Schweiz sind die Hauskatzen fast zu 100 % Typ A und tragen etwa in 1/3 der Fälle ein natürliches Antigen gegen B. Bekommt eine A-Katze von einer B-Katze Blut, führt dies zu einem schnelleren Abbau der Blutzellen. Im umgekehrten Fall, eine B-Katze (immer Träger von Anti-A) bekommt von einer A-Katze Blut, kann sie schon an geringsten Mengen aufgrund einer Immunreaktion sterben.

C wie Chihuahua

Der Chihuahua gilt als älteste und kleinste Hunderasse der Welt. Er stammt aus Mexiko, wo es in der Provinz Chihuahua nach wie vor wildlebende kleine Hunde gibt. Schon im 8. Jahrhundert sollen sie zu den Lieblingen aztekischer Prinzessinnen gezählt haben. Auch waren sie Opferhunde, denn sie galten als Führer toter Seelen auf deren Reise ins Jenseits. 

Durch die Zucht immer kleinerer Hunde entstanden über die Jahre viele Probleme wie Zahnfehlstellungen, Wasserkopf oder Atemprobleme. Heute wird der kleine, mutige Hund als Familien- oder Begleithund gehalten. Leider wird er wegen seiner geringen Grösse fälschlicherweise oft auch zum Taschenhund degradiert.

D wie Dreifärber

Schildpatt oder Dreifärber werden oft als Glückskatzen bezeichnet. Einerseits weil sie nicht so oft vorkommen, andererseits wird ihnen in vielen Teilen der Welt nachgesagt, dass sie Glück und Gesundheit bringen. Früher nahmen sogar Seeleute solche Katzen auf ihre Reisen mit, sozusagen als Glücksbringer.

Dreifärber und Schildpattkatzen sind fast ausschliesslich weiblich. Dies hängt mit der geschlechtsgebundenen Vererbung zusammen. Die Farben Rot und Schwarz werden auf dem X-Chromosom festgelegt. Ein X-Chromosom kann entweder Schwarz oder Rot tragen. Weibliche Tiere tragen in jeder Zelle 2 X- (das Tier kann also Rot und Schwarz tragen), männliche jeweils ein X- und ein Y-Chromosom (ein Tier kann nur Träger von Rot oder Schwarz sein). Beim weiblichen Geschlecht ist immer nur ein X aktiviert, dieses bestimmt die Farbe. Ob es nun rot oder schwarz ist, wird früh in der Embryonalentwicklung festgelegt. Alle späteren Abkömmlinge dieser Zellen inaktivieren dasselbe X. So entsteht also ein Mosaik aus roten und schwarzen Flecken auf dem Fell. Weiss als dritte Farbe wird geschlechtsunabhängig vererbt.

E wie Erziehung

Gutes tut der Hundehalter sich selbst, dem Hund und der Umwelt, wenn er seinem Vierbeiner eine konsequente und liebevolle Erziehung ermöglicht. Dazu zählen Welpenstunden, in denen die Kleinen die Welt entdecken dürfen und angemessen auf das Erwachsenenleben vorbereitet werden. Junghunde- und Erziehungskurse können folgen. Ein entspanntes und zufriedenes Mensch-Hund-Team fällt positiv auf!

Katzen kann man nicht erziehen? Falsch! Katzen kann man sehr wohl beibringen, welche Verhaltensweisen dem Menschen nicht gefallen. Wer seine Katze weder auf der Küchenanrichte noch auf dem Esstisch duldet und darauf konsequent mit einer klaren Geste und der entsprechenden Körperhaltung reagiert, wird über kurz oder lang Erfolg haben.

F wie Fellpflege

Ein mehr oder weniger wichtiger Teil bei der täglichen Betreuung der Haustiere kommt der Fellpflege zu. Bei kurzhaarigen Hunden und Katzen ist der Aufwand in der Regel geringer als bei langhaarigen. Einige Felltypen müssen täglich kurz durchgekämmt werden, um einem Verfilzen vorzubeugen. Andere hingegen sind «selbstreinigend» und verknoten auch nach einem erfrischenden Bad im See nicht. Je nach Beschaffenheit der Haare macht auch ein regelmässiger Besuch bei einem ausgebildeten Coiffeur Sinn, welcher die jeweilige Rasse und deren Bedürfnisse kennt. Abhängig von der Unterwolle und dem Deckhaar entscheidet er über Schur, Trimmen oder blosses Auskämmen.

Für die Pflege zu Hause gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Kämmen, Bürsten, Entfilzer, von weichen Handschuhen zu harten Drahtbürsten und Sprays, die helfen, Verfilzungen zu lösen. Die tägliche Pflege ist einerseits wichtig für die Gesundheit, andererseits bietet sie auch die Möglichkeit, Zeit mit dem Tier zu verbringen und die Beziehung zu festigen.

G wie Geruchssinn

Hunde verfügen über einen sehr ausgeprägten Geruchssinn. Je nach Rasse besitzt ein Hund bis zu 300 Mio. Riechzellen. Wir Menschen hingegen müssen uns mit 10–30 Mio. Riechzellen begnügen. Die Riechschleimhaut der Hunde ist 30- bis 40-mal grösser als unsere. Dies gibt einen kleinen Einblick, wie viel differenzierter unsere Hunde die Geruchswelt wahrnehmen können. Für ein effektives Schnüffeln ist eine feuchte Nase Voraussetzung. Dafür sorgen zahlreiche Drüsen im Nasenbereich. Die Hauptaufgabe der Riechschleimhaut im Nasendach ist die Wahrnehmung von Gerüchen aus der Umgebung (Nahrungs-, Gefahrenquellen usw.).

H wie Haare

Einige Hunderassen sind stark behaart, auch im Gesicht. Was zum Rassestandard gehören kann, ist im Alltag für die Hunde oft behindernd. Die Haare vor den Augen nehmen die Sicht und schränken auch die Kommunikation mit Artgenossen ein. Darum ist es sinnvoll, die Gesichtshaare so weit zurückzuschneiden, dass der Hund ungehindert seine Umgebung wahrnehmen kann. Wer dies nicht möchte, kann die Haare auch mit einem Haargummi nach hinten halten.

I wie Identifikation

In der Schweiz ist es obligatorisch, seinem Hund eine Identifikation zu geben. Dies geschieht mittels eines reiskorngrossen Chips, der unter die Haut implantiert wird. Das macht Sinn, denn dieses Identifikations-Prinzip ermöglicht es der entsprechenden Datenbank, den Halter des entlaufenen und aufgefundenen Hundes unverzüglich zu eruieren. Ebenso empfehlenswert ist es, seine Katzen zu chippen. Ständig werden irgendwo in der Schweiz Katzen vermisst und kommen tage-, wochen- oder sogar monatelang nicht mehr heim. Die Ungewissheit, was mit dem Tier geschehen ist, ist schlimm.

J wie Jacobson'sches Organ

Hunde und Katzen besitzen ein zusätzliches Riechorgan, das Jacobson’sche Organ (auch vomeronasales Organ genannt). Es sitzt hinter den oberen Schneidezähnen im Gaumendach.  Dieses Organ ergänzt den Geruchssinn und ist besonders empfindlich auf Pheromone. Pheromone dienen der Kommunikation untereinander. So ist der Urin eines Artgenossen viel mehr als nur ein körperliches Abfallprodukt. Ein Hund bekommt so z.B. Informationen über Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht des anderen. Unsere Haustiere können auch sehr rasch feine Veränderungen der Ausdünstungen von Menschen wahrnehmen. Ein Hund riecht, wenn jemand Angst hat. Auch macht man sich diese Gabe immer mehr im medizinischen Bereich zunutze. Hunde sind in der Lage, Krebszellen zu erschnüffeln oder Diabetiker vor einer drohenden Unterzuckerung zu warnen.

K wie Kommunikation

Das Sprichwort «wie Hund und Katz» wird häufig gebraucht. Es impliziert ein mit Problemen behaftetes Zusammenleben von Hunden und Katzen. Doch so unterschiedlich die beiden Vierbeiner sind, so gut kann das Zusammenleben funktionieren. Katzen besitzen die Fähigkeit, Teile der hündischen Kommunikation, insbesondere Beschwichtigungssignale, zu erlernen und anzuwenden. Beispielsweise blinzeln Katzen oder wenden den Kopf ab, wenn der hündische Mitbewohner zu schnell und stürmisch auf sie zukommt. Sie verlangsamen ihre Bewegungen und signalisieren so dem Hund, sich ruhiger und angemessener zu nähern und zu verhalten. Hunde nehmen diese feinen Signale sofort wahr und können sich dementsprechend anpassen. Diese Fähigkeit ist für ein harmonisches Zusammenleben von enormer Bedeutung. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass sich die Kommunikation innerhalb dieser beiden Arten doch stark unterscheidet. Wedelt der Hund mit seiner Rute, kann dies Freude ausdrücken. Macht dies eine Katze, bedeutet es meistens: «Lass mich ja in Ruhe. Ich habe schlechte Laune»!

L wie Langeweile

Wie wir Menschen kennen auch Hunde und Katzen Langeweile. Freilaufkatzen organisieren sich ihren Tagesablauf selbst. Sie erleichtern sich draussen, drehen ihre Kontrollrunden, weisen Rivalen in die Schranken, treffen sich mit befreundeten Kumpels. Ganz anders die reinen Wohnungskatzen. Nicht selten sind sie ganztags alleine, liegen rum, fressen und schlafen. Sind sie zu zweit und verstehen sich gut, gibts weniger Probleme, als wenn sich zwei oder mehr Tiere nicht leiden können und dadurch dauernd unter Stress stehen. Oder die allein gehaltene Samtpfote, die mangels Abwechslung immer fetter wird oder beispielsweise mit Markieren oder anderen unerwünschten Verhaltensweisen reagiert. Alles schadet dem Wohlbefinden und der Gesundheit des Tieres.

M wie Mode

Auch vor Hunden macht die Mode keinen Halt. Wurden vor ein paar Jahren Hund und Halter noch komisch angeschaut, wenn der Vierbeiner im Winter ein Mäntelchen getragen hat, wird es heute zunehmend akzeptiert. Gerade im Winter und bei kaltem, regnerischem Wetter hat funktionelle Bekleidung für Hunde durchaus ihre Berechtigung. Kleine Hunde beginnen durch ihre Bodennähe bei eisigem Wetter schnell zu frieren, besonders dann, wenn sie über wenig Unterwolle verfügen. Beim Kauf von Mäntelchen sollte man darauf achten, dass sie gut sitzen, nirgends scheuern und dem Hund genügend Bewegungsfreiheit lassen. Auch alte Hunde, die ihre Körpertemperatur bei kaltem Wetter weniger gut aufrechterhalten können als junge Tiere, Arthrose haben oder längere Zeit im Auto warten müssen, danken es, wenn sie warm eingepackt werden.

N wie Nubische Falbkatze

Die Nubische Falbkatze zählt als Hauptstammform unserer heutigen Hauskatzen. Sie bewohnt die Steppen und Buschlandschaften in Afrika und Asien. Von der Falbkatze lassen sich Linien ableiten: die afrikanische, von der auch die europäischen Hauskatzen abstammen und die asiatische, zu welcher die Perser- und Siamkatzen zählen. Vom Körperbau ist die Nubische Falbkatze schlank und hochbeinig und besitzt verhältnismässig grosse Ohren.

O wie Ohren

Die Ohren der Katzen stehen aufrecht und haben eine Art «Trichterfunktion», womit sie die Schallwellen aufnehmen können. Der Hörsinn ist bei Katzen etwa dreimal so gut ausgebildet wie beim Menschen. Sie sind fähig, Töne im Ultraschallbereich wahrzunehmen und auch selbst zu erzeugen. Der Hörbereich einer Katze liegt zwischen 30 Hz und 60 kHz. Zum Vergleich: Der Mensch hört im Bereich von 20 Hz und 20kHz. So sind laute Musik oder laute Stimmen für unsere Katzen ein Gräuel. Hingegen werden sie besonders aufmerksam und fühlen sich hingezogen, wenn jemand mit ihnen zu flüstern beginnt.

P wie Pfoten

Die Haut ist vielen Umweltreizen ausgesetzt. Besonders die Pfoten unserer Vierbeiner müssen im Sommer der Hitze von Asphalt trotzen und sich im Winter gegen Kälte, Nässe und trockene Luft behaupten. Katzen machen es sich da meist einfach und suchen gerade in der kalten Jahreszeit ein schön warmes Plätzchen in der Wohnung auf. Hunde hingegen müssen zu jeder Jahreszeit hinaus. Da hilft es, wenn man empfindliche Pfotenballen vor dem Spaziergang mit einer fetthaltigen Creme massiert. Diese schützt vor Salz und Austrocknung. Gerne empfehlen wir Ihnen unseren Pfotenschutz ANIBO, ein Naturprodukt ohne Zusätze wie Chemikalien, Konservierungs- und Duftstoffe. Um zu verhindern, dass sich Schneeklumpen zwischen den Zehen bilden, hilft es bei langhaarigen Hunden, diese Haare zu kürzen.

Q wie Quarantäne

Tiere, die aus dem Ausland importiert werden und nicht über die notwendigen Papiere verfügen, müssen mit einem Aufenthalt in Quarantäne rechnen, vor allem dann, wenn sie aus einem Land stammen, dass nicht frei von Tollwut ist. Doch auch seriöse Tierheime in der Schweiz lassen Findel- oder Verzichttiere nicht in die Gruppe ohne tierärztlichen Check – sie bleiben ein paar Tage in Quarantäne. Hier finden sie ihre Ruhe, ihr Fressverhalten oder andere Auffälligkeiten können beobachtet und gegebenenfalls abgeklärt werden.

R wie Rassen

Die Fédération Cynologique International (FCI) ist der grösste internationale kynologische Dachverband. Zurzeit anerkennt die FCI 344 verschiedene Hunderassen. Sie veröffentlicht Rassestandards, organisiert Ausstellungen, Arbeits- und Jagdprüfungen, Agility- und Obedience Wettbewerbe, Rennen, Coursings und Prüfungen für Hütehunde. Am 22. Mai 1911 wurde die FCI gegründet.

Entsprechend dazu gibt es die Fédération International Féline (FIFe) für die Katzen. Auch die FIFe stellt Rassestandards her und organisiert Ausstellungen. Gegründet wurde die Vereinigung 1949 als Fédération International Féline d’Europe (FIFE). Erst 1972, als der brasilianische Rassekatzen Club beitrat, wurde die Vereinigung zur heutigen FIFe.

S wie Sinushaare

Sinushaare, auch Vibrissen, Tast- oder Schnurrhaare genannt, sind spezielle Haare, die vielen Säugetieren im Gesicht wachsen. Diese Haare sind fester und länger als gewöhnliche Haare. Sie sind auf die Wahrnehmung taktiler Reize, also Berührungen, spezialisiert. Das Besondere an diesen Haaren ist ihr Haarbalg, der eine blutgefüllte Kapsel – den Blutsinus – enthält. Die Kapsel ist mit zahlreichen Nervenenden ausgerüstet. Wird nun das Sinushaar berührt, wird auch das Blut im Sinus bewegt und die ursprüngliche Bewegung verstärkt. So können selbst minimale Reize wahrgenommen werden und ermöglichen es dem Tier, sich auch in Dunkelheit oder im trüben Gewässer zurechtzufinden. Die Sinushaare sind überlebenswichtig.

T wie Trächtigkeit

Die Trächtigkeit dauert bei Hunden und Katzen im Durchschnitt 63 Tage (56 bis 72 Tage). Die Anzahl der Welpen variiert nach Grösse, Rasse und Muttertier. Kleine Hunderassen bekommen 2 bis 5 Welpen, grosse in der Regel mehr, 8 bis 10 sind keine Seltenheit. Je mehr Welpen die Mutterhündin erwartet, desto belastender wird es für sie in der zweiten Trächtigkeitshälfte. Katzenmütter teilen sich die Welpenaufzucht. Wildlebende Tiere leben in Gruppen und sorgen gemeinsam für ihre Jungen, putzen, pflegen und säugen sie abwechslungsweise. So können sich die Mütter regelmässig unbesorgt um ihre eigene Nahrungsaufnahme kümmern.

U wie Uratsteine

Harnsteine sind bei Hunden und Katzen ein verbreitetes Problem. Gewisse Rassen wie der Dalmatiner haben ein erhöhtes Risiko für Steinbildung. Durch einen genetischen Defekt in den Leberzellen wird die Harnsäure – ein Abbauprodukt des Proteinstoffwechsels – nicht bzw. nur ungenügend zu Allantoin abgebaut. Zudem scheidet der Dalmatiner im Vergleich zu anderen Hunden die 10-fache Menge an Harnsäure über den Urin aus. Diese Umstände haben zur Folge, dass die schwer wasserlösliche Harnsäure als Urat auskristallisiert und somit Uratsteine bildet. Durch eine entsprechend purinarme Diät kann die Harnsäuremenge im Urin gesenkt und der Steinbildung vorgebeugt werden.

V wie Van

Die Türkisch Van, auch als Schwimmkatze bekannt, ist eine seltene Katzenrasse aus der Osttürkei. Ihren Namen verdankt sie dem Vansee, in dessen rauer und abgeschiedener Region sich diese Rasse vor angeblich über 2000 Jahren entwickelt haben soll. Charakteristisch für die Türkisch Van sind das dichte, halblanghaarige Fell und ihre Fellzeichnung. Die charakteristische Vanzeichnung besteht aus der kalk- bis cremeweissen Grundfarbe sowie einem ringförmig gemusterten Schwanz und einem Flecken zwischen den Ohren. Wie der Name bereits sagt, liebt es die Schwimmkatze, sich in Wassernähe aufzuhalten, zu schwimmen und Fische zu fangen.

W wie Wolf

Mittlerweile ist gesichert, dass der Wolf der Urahn der Haushunde ist. Hund und Wolf haben noch heute viele Gemeinsamkeiten, schaut man beispielsweise ihre Kommunikationsformen und Körpersprache an. Dennoch lässt schon der äusserliche Vergleich der heutigen Hunderassen mit dem Wolf keine Zweifel aufkommen, dass es sich um zwei eigenständige Arten handelt. Genetisch sind sie sich immer noch nahe und auch eine Verpaarung ist möglich (Tschechoslowakischer und Saalose Wolfshund). Aber durch die Domestikation hat sich der Hund vom Wolf wegbewegt, als Beispiel sei hier die Fähigkeit der Stärkeverdauung der Hunde erwähnt.

X wie Xylitol

Xylitol wird seit Jahren als Zuckeraustauschstoff verwendet. Für den Menschen bringt dieser Stoff einige Vorteile mit sich. Er wirkt gegen Karies und hat einen viel geringeren Brennwert als der normale Zucker. So hat er beispielsweise in Kaugummis Einzug erhalten, wo der positive Effekt auf die Zahngesundheit und den frischen Atem sehr geschätzt wird.

Für Hunde ist Xylitol jedoch giftig. Der Stoff bewirkt eine massive Ausschüttung von Insulin, was eine drastische Senkung des Blutzuckerspiegels zur Folge hat. Ohne intensive Behandlung kann dies tödlich enden. Auch Schädigungen der Leber sind bekannt. Für Katzen hingegen ist dieser Stoff ungefährlich. Möchten sie mehr über giftige und ungiftige Lebensmittel für Hunde und Katzen erfahren? Der Blogbeitrag «Vorsicht in der Küche» erklärt, was aus der Menschenküche genascht werden darf und was nicht.

Y wie Yoko, Ypsilon, Youkon, Yvo oder Yoshi

Hund und Katz werden gerne nach Trendsettern benannt. Wer etwas Ausgefallenes sucht, stösst irgendwann auf den stiefmütterlich behandelten Buchstaben Y. Warum also seinen vierbeinigen Liebling nicht Yoko, Ypsilon, Yvo, Youkon oder Yoshi taufen?     

Z wie Zähne

Die Zähne von Hunden und Katzen sind speziell dafür gemacht, Beute zu ergreifen und zu zerkleinern. Zum Ergreifen besitzen sie die langen, spitzen Eckzähne, zum Zerkleinern die seitlichen Reisszähne. Hunde besitzen 42 und Katzen 30 bleibende Zähne. Diese sind in Form eines Schärengebisses angeordnet, das heisst, die Zähne des Oberkiefers stehen weiter aussen als jene des Unterkiefers und bilden so eine «Schere». Das ermöglicht den Tieren das Zerkauen von auch sehr harten und zähen Dingen wie Knochen und Sehnen.

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